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Verhalten und Erziehung Alles über die Eigenarten unserer Samtpfoten

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Alt 23.03.2008, 23:41   #1 (permalink)
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Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch heute von unserem Kater erzählen.

Mein Lebensgefährte hat vor ca. 4 Jahren aus dem Tierheim einen Kater geholt. Das Alter ist unbekannt, die Vorgeschichte ist kurz erzählt. Der Kater lebte bei einer Familie, sein Freund starb plötzlich, die Kinder der Familie wollten einen Hund der wurde dann auch angeschafft.
Kurze Zeit darauf geben sie den Kater ins Tierheim weil er sich angeblich mit dem Hund nicht vertragen hat.
Im Tierheim war er längere Zeit, genaueres hat er vom Tierheim nicht erfahren.
Im Tierheim war er ziemlich scheu und lies keinen Pfleger so richtig an sich ran, darum war er so schlecht zu vermitteln, mein Lebensgefährte und seine damalige Freundin hatten Mitleid und Platz also nahmen sie ihn mit.
Der Kater wurde mit dem Käscher gefangen und zu hause aus der Kiste gelassen.
Die zwei Kater die schon in der Wohnung lebten haben ihn nach kurzem Revierkampf ohne weiteres aufgenommen, sie verstehen sich sehr gut, putzen sich gegenseitig und schmusen.
Doch!!! Der Kater lässt keinen Menschen an sich heran! Er hält immer Abstand faucht wenn man ihm zu nahe kommt, geht man dann noch einen Schritt auf ihn zu flieht er auf den Schrank oder unters Sofa. Der Kater ist nur entspannt wenn er alleine in einem Raum ist, sobald man den Raum betritt lässt er einen nicht mehr aus den Augen.
Er lässt sich nicht anlocken, egal ob mit Leckerlies oder Spielzeug.
Wenn wir Leckereein verteilen ist er zwar dabei aber hält immer so viel Abstand das eine Flucht immer möglich ist.
Als ich vor knapp zwei Jahren in das Leben meines Partners traff hatten wir Angst das der Kater ein Problem mit meinem Hund haben könnte. Was aber nicht der Fall war. Er duldet meinen Hund, es ist ihm total egal das er da ist. Sie riechen sich an und laufen ohne Mucks aneinander vorbei!
Vor drei Monaten bin ich zu meinem Partner gezogen und ich brachte meine zwei Katzen (Katze und junger Kater) mit. (bevor jetzt ne Diskussion ausbricht ob wir für 5 Katzen und nen Hund Platz genug haben, JA haben wir! Ausreichend!!!!!) Das die zwei anderen Katzen dazu kamen scheint keine Katze weiter zu stören, schon nach einer Woche lagen alle zusammen und seither sind sie ein Rudel.
Der Kater (Blacke) hat sein Verhalten nicht geändert, er sieht das alle anderen Katzen mit uns spielen und schmusen, doch er scheint keinerlei Interesse daran haben.
Ich akzeptiere das er eben nicht kuscheln will aber auf der anderen Seite frage ich mich wie ich mich denn verhalten soll, ich sehe im Grunde nicht ein mich ständig von ihm an fauchen lassen zu müssen, denn ich bin der Chef und nicht er, das hat sogar der "Rudelführer" kapiert.

Mich würd interessieren ob das schon mal jemand gehört hat.
Denn ich hab so was noch nie erlebt, ich weiß von Leuten die ihre Tierheimtiere wieder her gegeben haben wenn se net so zutraulich waren oder so was aber das ne Katze in nem Haushalt lebt und dort in der Gesellschaft anderer Tiere lebt aber keinerlei Kontakt zu den Zweibeinern sucht finde ich schon sehr komisch.
Mein Lebensgefährte lebt Seite an Seite mit ihm und hat ihn noch nie berührt...


Was sagt denn ihr dazu?
Funkelperle ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 23.03.2008, 23:54   #2 (permalink)
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Sicher, daß die Katze im Tierheim nicht verwechselt wurde?
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Alt 23.03.2008, 23:57   #3 (permalink)
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Mit was soll denn die Katze verwechselt worden sein? Mit ner Kratzbürste???*gg*
Und wenn es ändert sich ja nichts an seinem Verhalten wenn seine Vorgeschichte anders währe, die Vorbesitzer müssen ihn ja irgendwie ins Tierheim gebracht haben.
Denke ja nicht das das Tierheim nen Kater rausgiebt der total gestört ist, die müssen ja damit rechnen das er wieder zurück kommt.
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Alt 24.03.2008, 00:01   #4 (permalink)
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Hallo Funkelperle,

erstmal finde ich es ganz toll, dass dein Partner den Kleinen bei sich behält, trotz allem. Das ist ja nun nicht gerade normal, aber sehr schön.
Aber mir stellen sich da noch andere Fragen. Was ist denn z.B. mit TA Besuchen? Musstet ihr da nicht shconmal hin und wie lief das ab?

Ich selbst habe mir auch solche "Problemkatzen" ins Haus geholt und weiß, wie schwer es ist, mit einer Katze zu leben, die man so gerne kuscheln möchte, aber nicht kann.

Vier Jahre sind nun auch schon eine lange Zeit.
Wie hat sich dein Freund denn um den Kleinen bemüht, als er neu war?
Hat er es einfach akzeptiert und ist ihm aus dem Weg gegangen oder hat er versucht sich ihm zu nähern und Vertrauen aufzubauen?

Es gibt leider Katzen, bei denen muss man hartnäckig versuchen Vertrauen aufzubauen, sonst wäre mein Domino wohl immernoch in der letzten Küchenenecke.
Ich habe damals einen Raum abgetretten (Küche), so dass er gezwungen war sich mit mir zu beschäftigen. Dort habe ich dann viel Zeit verbracht. Ich bin ihm zwar nicht hinterher gerannt, aber ich war auch im Raum, habe mit ihm gesprochen oder ihm einfach vorgelesen. Auch geschlafen habe ich dort. So hat er gelernt, dass ich ihm nichts tue und einfach nur etwas nervig bin.
Heute ist er 1 1/2 Jahre fast bei mir und wir sind auf einem guten Weg, der immernoch nicht am Ende ist.

Bei euch ist es aber nun sicherlich schwer, da er Kleine sich ja schon lange an die Situation gewöhnt hat, so, wie sie jetzt ist.
Nun gibt es ja auch Katzen, die einfach keine Menschen brauchen.
Außerdem weiß man auch nicht, ob die Vorgeschichte so richtig ist. Ich bezweifel das ganz ehrlich und kann es mir gar nicht vorstellen. Aber vom TH bin ich einiges an Lügen oder einfach Desinteresse gewöhnt.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Wenn ihr jetzt versuchen wollt etwas zu ändern, wird es sicherlich ein langer, ganz langer Weg und ich habe keinerlei Erfahrungen damit, ob es noch möglich ist.
Es gibt halt so Standartsachen, die ich jetzt raten könnte.
Das Futter aus der Hand zu füttern (was schwer ist bei mehreren Katzen, ich weiß) z.B.
Spielen klappt gar nicht? Und Leckerchen auch nicht? Kommt da gar keine Reaktion? Nicht die Kleinste, auf der man aufbauen könnte?

Wie ragiert ihr denn, wenn er faucht, wenn ihr euch nähert?
Und veruscht ihr überhaupt noch, euch ihm anzunähern?
__________________

Wer eine Katze hat, muss das Alleinsein nicht fürchten!

Liebe Grüße
von Steffi und ihren süßen Mäusen!
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Alt 24.03.2008, 00:02   #5 (permalink)
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Nein, ich meine mit einer anderen Katze verwechselt. Es ist eigentlich nicht normal, daß sich eine Katze, die aus einer Familie stammt, in 4 Jahren nicht anfassen läßt. Das klingt eher nach einem Streuner, der ohne Menschenkontakt aufgewachsen ist oder so.
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Alt 24.03.2008, 00:04   #6 (permalink)
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Ist doch in Ordnung, wenn der Kater so glücklich lebt....
Er nimmt ja an Eurem Leben Teil, möchte nur nicht angefaßt werden. Das er faucht wenn man ihm zu sehr auf das Fell rückt; was soll er sonst machen?!
Vielleicht sollte man seine "besondere" Art einfach akzeptieren?
LG
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Alt 24.03.2008, 00:05   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Alannah Beitrag anzeigen
Sicher, daß die Katze im Tierheim nicht verwechselt wurde?
wie kommst du darauf,dass der Kater im TH verwechselt wurde.

Der Kater muss sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben und da er nun seit 4 Jahren als Wildling in der Wohnung lebt,wird es wohl fast unmöglich sein,aus ihm einen Schmusekater zu machen.

Ich kann dir nicht sehr viel weiterhelfen,möchte dir aber von meinem Kyran erzählen.Auch wenn das eine vällig andere Ausgangssituation war.

Kyran habe ich mit etwa 10 Wochen auf der Strasse gefunden.Ein Strassenkitten,auf der Strasse geboren und keinerlei Kontakt zu Menschen.
Die ersten 2 Monate war es unmöglich ihn auch nur zu berühren,er hatte Angst und richtig "gelebt" hatte er auch nur wenn ich außer Haus oder geschlafen habe.

Ich versuchte so viel Zeit wie möglich mit ihm zu verbringen.Dazu legte ich mich auf den Boden und las ihm aus einem Buch vor oder sprach mit ihm.Dabei habe ich ihn aber niemals direkt angesehen,auch versuchte ich nicht auf ihn zuzugehen.
Mit der Zeit wurde er neugierig und kam näher.Auch ließ er sich von dem Federwedel ein wenig in meine Nähe locken.
Später ging das auch mit Leckerlies.
Aber wie gesagt,Kyran war damals noch ein Kitten und es war nicht "schwer" ihm Vertrauen zu geben.

Ich kann dir nur raten sehr sehr viel Geduld zu haben.Versuche oft mit ihm in dem selben Raum zu sein,sprech mit ihm oder les ihm etwas vor.Damit er merkt,dass von dir keine Gefahr ausgeht.
Das ganze wird seine Zeit brauchen,vorallem da er eben nach 4 Jahren in einem Menschenhaushalt noch sehr ängstlich ist.
Das Zauberwort ist dabei einfach Geduld,Geduld,Geduld.
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Liebe Grüße von Sanny mit den Killerladies und dem Teufel


Patentante von *Nala´s Jasy,Susi´s Tango,cockatiel´s Sinua , paradiseangel´s Casey
und natürlich von Dante´s Magic-Ferdi

wir weinen um Mounty und seine traurige Geschichte
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Alt 24.03.2008, 00:06   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Alannah Beitrag anzeigen
Nein, ich meine mit einer anderen Katze verwechselt. Es ist eigentlich nicht normal, daß sich eine Katze, die aus einer Familie stammt, in 4 Jahren nicht anfassen läßt. Das klingt eher nach einem Streuner, der ohne Menschenkontakt aufgewachsen ist oder so.
Wer weiß, WIE er in der Familie gelebt hat...

Ich finde es jedenfalls klasse, dass du und dein Freund ihn behaltet und so akzeptiert, wie er ist !!!
Das ist alles andere als selbstverständlich.

Wegen 5 Miezen und einem Hund wird hier übrigens sicher kaum einer diskutieren oder maulen. Viele hier haben etwas...größere Tierfamilien

Ach so, ganz vergessen:

Herzlich Willkommen!

(Andrea mit 5 Katzen und 4 Sittichen...)
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Alt 24.03.2008, 00:13   #9 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Sanny Beitrag anzeigen
wie kommst du darauf,dass der Kater im TH verwechselt wurde.
Der Kater muss sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben und da er nun seit 4 Jahren als Wildling in der Wohnung lebt,wird es wohl fast unmöglich sein,aus ihm einen Schmusekater zu machen.
Das ist nur so eine Idee. Ich kann es mir sehr schlecht vorstellen, daß eine Familie ihre Katze so schlecht behandelt, daß sie nach 4 (!!) Jahren noch faucht und sich nicht anfassen läßt. Die meisten Katzen, die schlechte Erfahrungen mit Menschen machten, tauen irgendwann auf. Dieses Verhalten ist eigentlich nur für wilde Streunerkatzen typisch, oder die Katze kam schon älter zur Familie und war vorher schon nicht mit Menschen aufgewachsen und damit von Anfang an scheu (und sollte vielleicht deshalb weg), oder sie muß wirklich übel gequält worden sein. Ich finde es gar nicht so abwegig, daß Tiere im TH verwechselt werden können.
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Geändert von Alannah (24.03.2008 um 08:03 Uhr)
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Alt 24.03.2008, 00:18   #10 (permalink)
joma
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Normaler weise faucht ein Kater wenn er Angst hat und verunsichert ist.
Er hat schlechte Erfahrungen gemacht mit Menschen.
Ich würde auf jeden Fall mit bachblüten probieren.
Schreib doch hier mal die Andrea (Hatnefer) an.Sie ist sehr bewandert punkto Bachblüten.
Vielleicht kann sie dir eine Mischung an Bachblüten zusammen stellen.
Ich selbst habe gute Erfahrungen bei der Pascha gemacht(Angst)mit Bachblüten.
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