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Alt 21.04.2008, 22:26   #1 (permalink)
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Standard kranke Psyche

Ich suche Meinungen zur Symptomatik von Peppels.
Vielleicht gibt es ja hier eine Katze die die gleiche Symptomatik aufweist.

Seit drei Jahren lebt Peppels mit mir zusammen.
Als ich ihn aus dem Tierheim holte war er sehr stark verängstigt. Er war dort in einem kleinen Käfig alleine, weil er sich mit den anderen Tieren nicht vertrug. Er war 9 Jahre alt,kastriert, geimpft, auf Hautpilz behandelt (wohl ein Verdacht der sich nicht bestätigte)und bekam Bachblütenglobuli "Angst". Sein Fell war stumpf, struppig, zerzauselt.
Die Tierärztin des Tierheims bescheinigte köperliche Gesundheit, wies aber auf psychische Schäden hin.
Von Anfang an fand ich immer wieder Fellbüschel von ihm, bei näheren Beobachtungen sah ich : er putz sich, wie andere Katzen auch und dann fängt er plötzlich an ins Fell zu beissen und sich Haarbüschel rauszureissen.
Im Laufe der Jahre konnte ich beobachten dass wenn er Stress ausgesetzt war die Symptomatik des Haare rausreissens sich verschlimmerte und dann wieder von alleine besser wurde. Seit ein paar Monaten ist es aber so schlimm, dass er auch kahle Stellen im Fell hat und auch etwas Schorf. Er war allerdings durch den Bau hier sehr viel Stress ausgesetzt.
Sein Fell war zwischenzeitlich mal besser, glänzend, gesund aussehend , dann wieder struppig und zerzauselt.
Seine Ärztin hat zum wiederholten Male sein Fell untersucht und auch ihn körperlich untersucht - ohne Befund.
Was auch von Anfang besteht ist, dass Peppels einmal am Tag , meist in den Abendstunden einen "Keuchanfall" bekommt. Es geht einige Sekunden wo er in gekauerter Haltung keucht, dann ist es wieder vorbei. Bei einem Menschen würde man von einem Astmaanfall sprechen.
Was vor ein paar Monaten dazu kam, war eine allergische Reaktion in Form von kleinen Bläschen am Maul nach der Verfütterung von Sheba. Es folgte eine Cortisonbehandlung, eine Diät und inzwischen verträgt er offensichtlich alles, wo keine Farb/Konservierungsstoffe enthalten sind.
Geblieben, trotz aller Liebe und sehr vielen Streicheleinheiten ist auch seine Angst. Er geht nur Nachts raus wenn Ruhe ist im Revier. Er fürchtet sich vor mir wenn ich mich mal zu schnell bewege. Wenn sich etwas verändert um ihn herum dann ist er erstmal total verunsichert. Fremde Menschen bekommen ihn nicht zu Gesicht, er ist wie ein Phantom...
Schmusen tut er wie ein Weltmeister wenn die äusseren Umstände da sind (Keine Störungen), wenn es ruhig ist scheint er sich auch wohlzufühlen, schnurrt, gafert vor Wohlbehagen, gelegentlich spielt er auch.

Ich war wegen der Problematik des öfteren mit ihm beim Tierarzt.
Ich ziehe die Diagnose der psychischen Verhaltenstörung auch nicht wirklich in Frage.
Dennoch poste ich nun, da ich nicht so ganz einsehen will, dass man so gar nichts tun kann.Ich muß dazu sagen, eine Allrounduntersuchung mit Blut abnehmen und Biopsie und Röntgen und sonstigen Dingen würde ich ohne eine konkrete Verdachtsdifferentialdiagnose nicht machen lassen.
Jeder weiter Besuch beim Tierarzt ist für Peppels der nächste Horrortrip....

Wessen Katze ist auch Angstpatient und hat körperliche Symptomatik ?
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Alt 21.04.2008, 22:46   #2 (permalink)
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Sooo schlimm habe ich es mit meiner Mulle nicht - aber auch sie ist eine zutiefst verängstigte und falsch sozialisierte Katze. Laut Therapeutin geht das auch nicht mehr raus. Da hilft nur - viel Geduld und Liebe und einfach so nehmen wie er ist.

Das Keuchen kann aber auch von Haarballen raushusten sein - machen meine auch.

Wenn er nur nachts rausgeht ist das doch o.k. - machen meine auch lieber. Katzen kommen nachts auch besser klar als tagsüber - sind halt Nachtjäger. Der Stress durch Bau hört ja jetzt auf, dann wird der Puschel sicher auch wieder ruhiger werden. Auch schnelle Bewegungen mag meine Mulle nicht - sogar wenn ich mich nur etwas rühre und sie liegt auf Schoß oder in der Nähe, hüpft sie schon weg. Das hat sich auch nach mittlerweile fast fünf Jahren bei mir nicht wirklich gebessert. Wenn Fremde in der Wohnung sind - habe ich auch keine Katze - Mulle verschwindet völlig und der Dicke macht es abhängig ob Mann oder Frau. Vor Männern haben beide mehr Angst.

Mehr als eine ruhige und verlässliche Umgebung kannst du nicht machen. Und viel Liebe geben. Alles andere sitzt zu tief drin und wird wohl kaum ganz weggehen.

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Alt 21.04.2008, 22:47   #3 (permalink)
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hab dir ne pn geschickt....
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Alt 21.04.2008, 23:00   #4 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Hexi Beitrag anzeigen
Sooo schlimm habe ich es mit meiner Mulle nicht - aber auch sie ist eine zutiefst verängstigte und falsch sozialisierte Katze. Laut Therapeutin geht das auch nicht mehr raus. Da hilft nur - viel Geduld und Liebe und einfach so nehmen wie er ist.

Das Keuchen kann aber auch von Haarballen raushusten sein - machen meine auch.

Wenn er nur nachts rausgeht ist das doch o.k. - machen meine auch lieber. Katzen kommen nachts auch besser klar als tagsüber - sind halt Nachtjäger. Der Stress durch Bau hört ja jetzt auf, dann wird der Puschel sicher auch wieder ruhiger werden. Auch schnelle Bewegungen mag meine Mulle nicht - sogar wenn ich mich nur etwas rühre und sie liegt auf Schoß oder in der Nähe, hüpft sie schon weg. Das hat sich auch nach mittlerweile fast fünf Jahren bei mir nicht wirklich gebessert. Wenn Fremde in der Wohnung sind - habe ich auch keine Katze - Mulle verschwindet völlig und der Dicke macht es abhängig ob Mann oder Frau. Vor Männern haben beide mehr Angst.

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Also das Keuchen/Husten ist eher so, wie wenn er keine Luft bekäme. Wegen den Haaren frißt er öfters Gras , welches er dann auch erbricht. Also diesbezüglich ein ganz normales Verhalten.
Tja, Liebe bekommt er reichlich, wie schon schrieb ist seine Angst aber nicht wirklich besser geworden.
Es tut mir eben oft leid, dass er immer so viel leiden muß - und er leidet , wenn er sich so fürchtet.
Ansonsten hört sich deine Mulle schon auch so an....
Ich meine Peppels Ärztin ist gut. Sie ist auch sehr nett, untersucht ihn immer sehr gründlich und ist auch für Homöopathie.


Zitat:
Zitat von blitzi Beitrag anzeigen
hab dir ne pn geschickt....
Danke - noch ist sie nicht angekommen...
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Alt 21.04.2008, 23:00   #5 (permalink)
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blitzi - die pn kam zu mir *grins*... bitte an träumelein schicken
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Alt 21.04.2008, 23:02   #6 (permalink)
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Zitat:
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blitzi - die pn kam zu mir *grins*... bitte an träumelein schicken
*lol* da kann ich ja lange warten
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Alt 21.04.2008, 23:03   #7 (permalink)
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[quote=traeumelein;264656]Ich meine Peppels Ärztin ist gut. Sie ist auch sehr nett, untersucht ihn immer sehr gründlich und ist auch für Homöopathie.

[quote]

Die Therapeutin ist auch KEINE Ärztin - sondern Verhaltenstherapeutin. Das heisst, sie beobachtet das Verhalten der Katze und gibt dir Tips, wie du deinem Puschel das ganze erleichtern kannst - bzw. was du überhaupt tun kannst.

Also reines Verhaltens"training"...
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Alt 21.04.2008, 23:07   #8 (permalink)
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hallo
also seitdem ich bei meinen Eltern vor 2,5jahren ausgezogen bin, hat die katze von meinen eltern auch
probleme. allerdings "zupft" sie sich nur die haare raus. angst hat sie eigentlich keine, außer wir fahren zum TA.
Bei uns sagte die TÄ, dass Minka Depressionen wg. meinem Umzug hat.
Es wurde bei Minka durch Hormongabe besser, was allerdings dazu führte, dass sie jetzt relativ dick ist & Diätfutter bekommt.
Du hast noch eine 2. Katze?
Ist die auch so ängstlich?
__________________
Liebe Grüße,
Michaela mit Joe & Sissi

Tizian, mein süßer roter kleiner Kater, ich vermisse dich immer noch!!!


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Alt 21.04.2008, 23:08   #9 (permalink)
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Also quasie Verhaltenstherapie wie beim Menschen ?
Aha, na gut, das schaue ich mir mal an - Danke.
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Alt 21.04.2008, 23:10   #10 (permalink)
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Zitat:
Zitat von traeumelein Beitrag anzeigen
Also quasie Verhaltenstherapie wie beim Menschen ?
Aha, na gut, das schaue ich mir mal an - Danke.
Jupp - sowas in der Art. Allerdings ist Frau Müller in der NRW-Region. Aber sicher kann sie dir eine vernünftige Therapeutin bei dir in der Gegend empfehlen.
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