23.07.2008, 16:40
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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| Basiswissen Geschlechtsreife, Rolligkeit, Kastration
In diesem Thread findest Du Kurzinfos zu den Themen Geschlechtsreife/Rolligkeit und Kastration Wichtig ** Wichtig ** Wichtig
Dieser Thread kann nur einen Überblick geben. Bei konkreten Fragen, die hier nicht abgedeckt wurden, frag bitte im Forum.
Bei medizinischen Problemen wende Dich an einen Tierarzt. Die Geschlechtsreife Die Kastration Spezialthemen
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Geändert von Gwion (07.08.2008 um 15:30 Uhr)
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23.07.2008, 16:42
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Die Geschlechtsreife
Katzen (und Kater) erreichen mit ca. 5 Monaten ihre Geschlechtsreife, manchmal jedoch noch früher.
Nicht immer erkennt man das am Verhalten (Katze wird nicht merkbar rollig, Kater markiert nicht bzw. nicht mit starken Geruch).
Die Paarungsbereitschaft der Katze nennt man "Rolligkeit"
Die Rolligkeit dauert ca. 3-7 Tage und tritt 2-3 mal im Jahr auf.
Nimmt die Rolligkeit scheinbar kein Ende oder folgte eine Rolligkeit der anderen mit nur kurzen Zeitabständen, spricht man von Dauerrolligkeit.
Katzen bluten nicht, da der Eisprung erst durch den Geschlechtsakt ausgelöst wird.
Ein rötlicher Ausfluss könnte daher auf eine Gebärmutterentzündung oder ähnliches hinweisen. Die Katze sollte dem TA vorgestellt werden.
Der Kater hat keine festen Zyklen, ist also sozusagen "allzeit bereit".
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23.07.2008, 16:43
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Anzeichen für Geschlechtsreife/Rolligkeit
Beim Kater: - "Gesänge"
- Markieren (nicht immer nur im Freien)
- können launisch/aggressiv werden
- abreagieren durch "Aufreiten", plötzliche Überfälle, Raufereien
- Streunen
Bei der Katze: - preßt sich auf den Boden, streckt das Hinterteil hoch, der Schwanz ist seitlich gestellt
- wälzt/rollt sich auf dem Boden
- gurrende bis röhrende, klagende Laute
- frißt wenig bis kaum, Gewichtsabnahme
- zeitweise erhöhte Temperatur
- Unruhe
- übertrieben anhänglich oder gereizt, launisch
- Erbrechen
- Durchfall
- Markieren, Unsauberkeit
- häufiges Putzen
- starkes Haaren
- streßbedingte Schwächung des Immunsystems
- bei manchen Rassen (z.B. Ragdoll, Siam und Birma) sind die Adern an den Ohren durch eine Fellaufhellung und Temperaturschwankungen sichtbar
- Haarverfärbung
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23.07.2008, 16:44
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Kastration oder Sterilisation?
Zäh hält sich das Gerücht, daß Kater kastriert, Katzen sterilisiert werden.
Tatsächlich werden aber heute beide Geschlechter kastriert.
Während bei der Kastration die Keimdrüsen (also Hoden bzw. Eierstöcke) entfernt werden, werden bei der Sterilisation nur Samenstrang bzw. Eileiter durchtrennt.
Beide Eingriffe machen die Katze unfruchtbar, aber nur die Kastration unterbindet auch den Geschlechtstrieb mit all seinen Folgen (Rolligkeit, Markieren, Verhalten).
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23.07.2008, 16:46
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Warum kastrieren?
Werden Katzen nicht kastriert - riskiert man ungewollte Trächtigkeit mit allen Komplikationen in der Tragzeit, bei der Geburt und danach
- angesichts der jährlichen "Kittenschwemme" und der großen Zahl an Katzen, die streunern oder in Tierheimen auf ein neues Zuhause warten, ist die Vermehrung von Katzen unverantwortlich
- können Katzen dauerrollig werden
- steigt die Gefahr für eitrige Gebärmutterentzündung (Pyometra), Zysten, Tumore und Krebs
- markieren Katzen und Kater - wartet man zu lange, kann sich das Verhalten verfestigen und auch nach der Kastration markiert werden. Die Katze bleibt unsauber.
- Katzen, vor allem aber Kater streunen öfter und weiter
- Kater verletzen sich in Rangordnungskämpfen (Infektionsgefahr durch Leukose oder FIV), für Katzen bedeutet die Paarung ein erhöhtes Infektionsrisiko mit Leukose oder FIV (durch Nackenbiß des Katers oder beim Deckakt) und anderen Krankheiten oder Parasiten.
- unkastrierte Tiere sind meist "erwachsener", d.h. aggressiver und weniger verspielt/verschmust
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23.07.2008, 16:47
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Reine Wohnungskatzen kastrieren?
Auch reine Wohnungskatzen sollten unbedingt kastriert werden.
Der Geschlechtstrieb treibt die Tiere zu oft abenteuerlichen und gefährlichen Manövern um nach draußen (zu einem potentiellen Partner) zu gelangen. Die meisten Kater markieren und auch Katzen werden unsauber (Kot und Urin).
Wer schon einmal eine rollige Katze erlebt hat, wünscht sich das weder für sich noch sein Tier.
Bei der katze steigt das Risiko zu Gebärmuttervereiterungen und Zysten.
Die Tiere sind ständig frustriert und launisch.
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23.07.2008, 16:49
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 9.329
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Häufige Irrtümer und Vorurteile
Es stimmt nicht, daß - eine Katze mind. 1 rollig werden muß
- man warten muß, bis der Kater zu markieren beginnt
- eine Katze wenigstens einen Wurf gehabt haben soll
- kastrierte Tiere fett und träge werden
- kastrierte Tiere sich charakterlich ändern
- jung kastrierte Tiere nicht mehr wachsen
- kastrierte Tiere schlechtere Jäger sind (da sie kleinere Reviere haben und weniger weit vom Haus entfernt jagen, sind sie sogar bessere Mäusevertilger als unkastrierte Tiere)
Die Seite Bund der Katzenfreunde.de bietet weitere Argumente.
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23.07.2008, 16:50
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Wann kastrieren?
Gewöhnlich wird ab 5 Monaten kastriert, der Eingriff kann jedoch schon deutlich früher erfolgen.
Wird zwischen der 8 und 16 Woche kastriert, spricht man von Frühkastration.
In Studien wurden keine Nachteile einer Frühkastration nachgewiesen.
Kater können nach der Kastration noch bis zu 8 Wochen potent blieben.
In mehrgeschlechtlichen Mehrkatzenhaushalten daher unbedingt die Katze zuerst kastrieren lassen. Am einfachsten ist jedoch, beide gleichzeitig kastrieren zu lassen.
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23.07.2008, 16:50
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Was kostet eine Kastration?
Die Kosten varieren sehr stark.
Generell kostet die Kastration von Katzen mehr als die von Katern, da der Eingriff umfangreicher ist.
Man kann mit ca. 40-50 Euro für Kater und 100-120 für Katzen rechnen.
Die Kosten können jedoch auch deutlich geringer ausfallen.
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23.07.2008, 16:51
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer
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Operation, Vorbereitung, Nachsorge
Die Katze muß vor der OP nüchtern sein.
Katzen erholen sich im allgemeinen schnell von der Kastration.
Da der Eingriff für Kater weniger belastend ist, als für die Katze, sind sie oft schon wenige Stunden später wieder munter.
Wie bei jeder Narkose hängt es jedoch stark vom Tier selbst ab, wie der Eingriff vertragen wird.
Am besten bespricht man das vorab mit dem Tierarzt seines Vertrauens.
Vor der OP sollte auf jeden Fall der Gesundheitszustand des Tieres abgeklärt werden.
Dazu noch ein Tipp von NellasMiriel Zitat:
Zitat von NellasMiriel naturheilkundliche OP Vorbereitung
2 Tage vorher und 2 Tage nachher 2mal täglich eine Traumeeltablette und
genauso 2 Tage vorher und 2 Tage nachher 2mal täglich eine Engystol Tablette geben.
(das Engystol verhindert die Übelkeit nach der Kastra....manche Katzen neigen dazu)
Meine Katzen waren sehr schnell fit, die Wunde verheilte sehr gut - ohne Aufkratzen, Hautrötung etc. und vor allem ohne Erbrechen | Ebenfalls zu empfehlen ist, den Tierarzt auf Antisedan anzusprechen.
Nach Einsatz von Medetomidin (Domitor®) führt es die Katze rasch in einen normalen Zustand zurück und hebt die Sedation auf.
Bitte nicht selbst verabreichen (Gegenanzeigen).
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Geändert von Gwion (31.08.2008 um 02:10 Uhr)
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