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| Katzen Sonstiges Alles was in keine der anderen Kategorien passt |
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#11 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: -
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Beiträge: 2.624
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Es geht dem Ende zu
Wenn die Katze alt wird und vielleicht schon krank ist, kommt für jeden Katzenhalter einmal der Moment, wo er über das Ende nachdenken sollte. Die Frage, wann es Zeit ist, die Katze gehen zu lassen, ist eine der schwersten überhaupt und kann eigentlich nur vom Katzenhalter selbst beantwortet werden. Ein Tierarzt kann diese Entscheidung nicht treffen, er kann nur beratend und helfend zur Seite stehen. Hat die Katze eine chronische, progressive Krankheit, stellt sich früher oder später die Frage, welche Lebensqualität ihr bleibt. Du solltest dich dann folgendes fragen: was macht Lebensqualität für meine Katze aus? z.B.
Wir alle wollen unserem Tier Schmerzen ersparen. Ein gutes Schmerzmittel kann für die Lebensqualität wahre Wunder vollbringen und die verbleibende Zeit, ob lang oder kurz, lebenswert machen. Leider sind gerade Katzen wahre Meister im Schmerzverbergen. Achte daher besonders auf folgende Anzeichen:
Wenn die Katze Schmerzen hat, stell dir und dem Tierarzt folgende Fragen: kann der Schmerz behandelt werden und für wie lange? welche Lebenserwrtung hat die Katze und vor allem welche Lebensqualität? Gerade bei der schwersten aller Fragen sagen viele Katzenhalter, daß ihnen ihre Katze mitgeteilt hätte, wann die Zeit gekommen war. Es sind oft subtile Zeichen und ein nicht logisch begründbares Gefühl. Daher: vertrau deinem Instinkt. Geändert von Gwion (13.10.2008 um 21:02 Uhr) |
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#12 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: -
Ort: Österreich
Beiträge: 2.624
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Der letzte Schritt
Irgendwann kommt schließlich die Zeit des Abschieds. Viel zu früh, oft plötzlich und selbst bei Krankheit oder hohem Alter unerwartet. In dieser schweren Zeit befindet man sich in einem psychischen Ausnahmezustand, es fällt schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Daher solltest du dir schon vorher überlegen, was in dieser Zeit zu tun ist und wie es ablaufen soll. Auch wenn du das Glück hast, daß deine Katze von alleine gehen darf, bleiben Fragen offen, die man vorab klären kann. Wo soll die Katze eingeschläfert werden (beim Tierarzt, zuhause?). Bedenke, daß, wenn die Katze zuhause eingeschläfert wird, dich das immer begleiten wird - "dieses Zimmer, dieser Sessel ist der Ort wo sie starb". Überlege dir, ob du das möchtest. Wenn die Katze beim TA eingeschläfert wird, überlege, ob du Begleitung möchtest. Kannst du danach allein heimfahren, hast du die Nummer einer Taxizentrale bereit? Wollen Familienmitglieder dabei sein (besonders wichtig, aber auch schwierig bei Kindern). Willst du beim eigentlichen Akt des Einschläferns anwesend sein? Was geschieht mit dem Körper? Wenn du die Katze im eigenen Garten begraben willst, bedenke, daß je nach Land/Ort eigene Gesetze bestehen. Überlege auch, was geschieht, wenn du eines Tages ausziehst und das Grab im Garten zurückläßt. Soll der Körper kremiert oder auf einem Tierfriedhof beigesetzt werden, erkundige dich vorher nach den angebotenen Leistungen, Preisen und dem Ablauf. Du mußt dich nicht schuldig fühlen, wenn du - aus welchen Gründen immer - den toten Körper beim Tierarzt läßt. Was wichtig ist und dich immer begleiten wird, ist in deinem Herzen. Bedenke aber, daß es in der Trauerarbeit sehr hilfreich sein kann, einen Ort zu haben, zu dem man gehen bzw. auf den man seine Gedanken richten kann. Geändert von Gwion (13.10.2008 um 21:02 Uhr) |
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#13 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: -
Ort: Österreich
Beiträge: 2.624
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Das Einschläfern
Viele Tierärzte spritzen zuerst ein Beruhigungsmittel - entweder unter die Haut oder sie legen gleich einen Zugang in die Vene, der später auch für das Euthanasiemittel benützt wird. Wird das Beruhigungsmittel unter die Haut gespritzt, so kann das brennen. Man sollte daher vorher überlegen wie die Katze früher reagiert hat, wie sie sich zu dem Zeitpunkt zeigt (nervös, unruhig, entspannt, schwach) und mit dem Tierarzt besprechen, ob es verwendet werden soll. Das ist der Zeitpunkt, wo du dich verabschieden solltest. Wenn du die Katze in den Armen hältst, wirst du spüren, wie sie ruhiger und schlaff wird. Nun wird intravenös das Euthanasiemittel verabreicht. Nach wenigen Augenblicken tritt der Tod ein. Sei darauf vorbereitet, daß
Geändert von Gwion (14.10.2008 um 12:12 Uhr) |
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#14 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: -
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Beiträge: 2.624
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Die Zeit danach
Laß dir, der Familie und den tierischen Gefährten Zeit für die Trauer. Weine, wenn und wann dir danach ist Für Trauer gibt es keinen Zeitplan ... jeder trauert auf seine Weise und so lange wie es dauert. Sei nicht bestürzt, wenn andere Katzen im Haushalt nicht trauern, sondern scheinbar sogar "froh" sind. Katzen können lange "friedlich" nebeneinander herleben, das heißt nicht, daß sie sich wirklich mögen. Für die verbleibende Katze(n) ist es auf jeden Fall eine Veränderung im gewohnten Tagesablauf, auf den sie auch reagieren werden. Gib ihnen die Zeit, sich daran zu gewöhnen. Schau auf dich .. nimm dir ein paar Tage Urlaub oder melde dich krank (ein gebrochenes Herz ist kein offizieller Grund, aber der Schmerz ist schließich echt). Iß gut, treibe Sport. Sprich mit anderen über den Verlust, wenn du dich dazu imstande fühlst (Foren, Chats oder spezialisierte Websites sind eine gute Hilfe, wenn du das Gefühl hast, dein Umfeld versteht dich nicht). Gestalte ein Gedenk- und Trauerritual. Ob Du das Grab besuchst oder zuhause Kerzen anzündest, die Beschäftigung mit dem Schmerz wird helfen. Wenn du eine neue Katze aufnehmen willst, dann höre auf dein Gefühl. Bist du bereit dafür oder brauchst du noch Zeit? Hab kein schlechtes Gewissen, deine Liebe einer anderen Katze zu schenken. Es ist kein Verrat am verstorbenen Tier. Die neue Katze wird die gestorbene nicht ersetzen, aber sie wird dir wieder Freude und Liebe bringen. Geändert von Gwion (13.10.2008 um 21:01 Uhr) |
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#15 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 2.624
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Schlußwort
Inspiration und stellenweise Quelle für diesen Beitrag war das Buch Caring for your aging cat von Janice Borzendowski Ich kann dieses Buch jedem mit einer älteren Katze empfehlen. Es gibt wichtige Denkanstöße, ist gut geschrieben, mit netten (wenn auch oft traurigen) Geschichten zwischendurch. Einzige Nachteile: Es stützt sich etwas zu sehr die Erkenntnisse von Dr. Goldston, der als Vater der Haustier-Geriatrie gilt und ist ein bißchen zu vertrauensvoll, wenn es um Tierärzte und deren Fähigkeiten geht. Das Buch ist von einer Amerikanerin für Amerikaner geschrieben, daher sind die Verweise auf US-Organisationen bzw. Gesetze etc. zwar interessant, aber kaum hilfreich. Fragen, Anmerkungen, Kritik bitte nicht in diesem Thread. Bitte eröffne einen eigenen Thread, falls Diskussionsbedarf besteht. Geändert von Gwion (13.10.2008 um 21:01 Uhr) |
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