Vielen Dank für eure netten Worte!!! Ich bin jetzt heute erst wieder im Forum. Gestern hatte ich so eine verzweifelte Phase: Habe ich wirklich ALLES getan, hätte ich nicht auf einer Bluttransfusion bestehen sollen, ging es ihm wirklich so schlecht usw. usw. Heute sehe ich das schon wieder etwas anders, denn es ging ihm wirklich die ganze Nacht so schlecht und wenn ich es objektiv betrachte, dann hat er eigentlich kontinuierlich abgebaut, jedem kleinen Hoch folgte ein noch tieferes Tief sozusagen und zu warten, bis er ganz am Ende war, wäre nicht richtig gewesen.
Ich habe das schon mal bei einem anderen Tier mitgemacht und tue mich da eben jedesmal entsetzlich schwer! Das klingt jetzt vielleicht seltsam, aber ich habe es damals so empfunden: man investiert immer noch mehr (damit meine ich nicht Geld, sondern Hoffnung und medizinischen Aufwand) und noch etwas und versucht noch etwas Neues, und je mehr man versucht, desto weniger kann man seltsamerweise die Hoffnung loslassen (obwohl es ja immer unwahrscheinlicher wird, dass man dem Tier helfen kann). Ich habe die ganzen Tage gedacht, dass es vielleicht nur noch ein paar Stunden sind, und dann wird es ihm besser gehen, und jetzt hat er EPO, und wenn das morgen früh noch nicht hilft, dann morgen Mittag usw. Aber wie gesagt: Objektiv betrachtet, ging der Weg nur bergab, trotz kleiner Stillstände.
Man muss schon unterscheiden zwischen Leben retten und Leiden verlängern und das ist jedesmal wirklich ein Weg auf Messers Schneide.
Euch nochmal vielen Dank und ich kann auch langsam wieder an die guten Sachen denken, die wir hatten, nämlich dass er aus dem Nichts damals aufgetaucht ist und ich fast zwei schöne Jahre mit ihm hatte - und er hoffentlich auch bei uns!
Liebe Grüße
Petra
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