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Infektionskrankheiten FIP, FIV, ...

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Alt 24.07.2008, 11:56   #1 (permalink)
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Standard FIV - zugelaufener Kater - Rat gesucht

Mein erster Beitrag und gleich eine etwas längere Geschichte...

Bis vor Kurzem hatten wir 2 Kater (Mickey und Momo) - vor etwas über 2 Wochen wurde unser geliebter Mickey an unserem ersten Urlaubstag überfahren...schöner Urlaub, könnt Ihr Euch sicher vorstellen. Er wurde gerade mal 3 Jahre alt. Das nur am Rande.

Nun ist es so, dass am Osterwochenende zum ersten Mal ein fremder, unkastrierter, schwarzer Kater in unserer Straße aufgetaucht ist, der vermutlich ausgesetzt worden war. In der Folgezeit sahen wir ihn immer wieder gemeinsam mit unserem kleinen, roten Momo durch die Gärten ziehen.
Plötzlich fehlte er dann für einige Wochen bis er im Juni, als es so heiß war, wieder auftauchte. Er war völlig abgemagert, struppig und konnte nur noch krächzen.
Ich hab dann sofort angefangen ihn zu füttern und mit Flüssigkeit zu versorgen - ich bin überzeugt, dass er in seinem Zustand und in der Hitze nicht mehr lange überlebt hätte.

Parallel haben wir dann einen Termin mit der Tierärztin unseres Vertrauens ausgemacht. Zwei Tage vorher haben wir ja dann unseren Mickey verloren und dann in Betracht gezogen unseren Streuner "Romeo" evtl. zu adoptieren. Beim ersten Besuch bei der Tierärztin stellte sich dann raus, dass der arme Kerl wohl eine massive Vergiftung haben musste. Sämtliche Schleimhäute einschließlich der normalen Haut waren zitronengelb. Das erklärte wohl auch seinen erbärmlichen Zustand.
Wir haben ihn dann die nächsten 1 1/2 Wochen mit Hilfe von homöopathischen Medikamenten aufgepeppelt und beim zweiten Besuch bei der TÄ sah er schon bedeutend besser aus und war auch schon deutlich munterer.

Auf unsere Frage, ob wir ihn wohl gemeinsam mit Momo in die Wohnung lassen sollten meinte die TÄ wir sollten zur Sicherheit ein paar Bluttests (Schnelltests) machen - gestestet wurde er auf FIP, FIV und FeLV. Leider war der Test auf FIV positiv.
Die TÄ riet uns dann, die beiden nicht unbedingt zusammen zu lassen und sie tunlichst auch nicht aus einer Schüssel futtern zu lassen.
Wir haben Momo dann auch testen lassen und wie erwartet ist er FIV negativ. Nun stellt sich die Frage - WAS TUN?

Romeo hat sein Plätzchen jetzt im Moment auf unserem Balkon, den er über einen Baum beliebig verlassen kann (er ist eben Freigang gewöhnt).
Man merkt auch, dass er von Tag zu Tag fitter wird und richtig aufblüht, sein Fell wird wieder schöner, er kann miauen und er frisst wie ein Scheunendrescher. An sich eigentlich lauter gute Zeichen.

Wir sind nun einfach etwas zwiegespalten, wie wir weiter verfahren wollen - zum Einen wollen wir Romeo zwar ein neues zu Hause geben und ihn bei uns aufnehmen, aber auch der anderen Seite machen wir uns Sorgen, dass er Momo evtl. anstecken könnte.
Wir sind beide den ganzen Tag berufstätig und die Katzen sind während dieser Zeit allein in der Wohnung, so dass man keine Kontrolle hat, ob sie sich vertragen.

Das andere Problem ist, dass Momo Freigang gewöhnt ist und es sehr, sehr schwierig wäre, Romeo dann ausschließlich in der Wohnung zu halten.

Wir haben dann noch darüber nachgedacht, zu versuchen, Romeo an einen Katzenhalter zu vermitteln, der evtl. schon FIV-Katzen hat, oder nur eine einzelne Katze möchte. Allerdings ist es, denke ich, schwierig eine potentiell kranke Katze zur vermitteln.

Welchen Rat würdet Ihr mir geben?

Schonmal vielen Dank im Voraus!
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Alt 24.07.2008, 12:08   #2 (permalink)
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Benutzerbild von birgitdoll
 
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Hallo
und herzlich Willkommen

Hier erstmal ein Link zu FIV

http://www.dr-von-rhein.de/Gesundheit/FIV/fiv.html

Wenn Ihr den Kleinen auf dem Balkon laßt,
und Euren Kater impfen würdet.
Hierzu müßtest Ihr den TA fragen,
wann der Impfschutz greift.
Dann könnte der Lütte vielleicht auch in die Wohnung.
Ob das klappt,
keine Ahnung.
Fragt Euren TA
LG
__________________

Birgit mit Rashid, Bagheera, Maya
Riccò und Cara
birgitdoll ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.07.2008, 13:04   #3 (permalink)
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Schön und gut, aber impfen kann man gegen FIV nunmal nicht...
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Alt 24.07.2008, 13:31   #4 (permalink)
Angel of the Cats
 
Benutzerbild von fischi11
 
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Hallo,

also erstmal würde ich unbedingt einen zweiten FIV Test machen. Die Schnelltests können nämlich FALSCH Positiv sein! Deshalb bitte beim TA Blut abnehmen lassen und ins Labor schicken und dort nochmal nachtesten!

FIV überträgt sich NUR von BLUT ZU BLUT d.h. wenn die Katzen sich wirklich blutig beisen! Sie können trotzdem aus einer Schüssel fressen OHNE das euer MOMO sich anstecken könnte! Es gibt hier ein paar Foris die FIV positive mit negativen Katzen zusammen halten und es klappt gut!

Ich hoffe, die melden sich hier auch noch zu Wort!

Solange kein Bluttest gemacht wird, besteht noch Hoffnung das er negativ ist!

Ich drück die Daumen für den erneuten Test!

lg
anja
__________________
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Alt 24.07.2008, 13:56   #5 (permalink)
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Benutzerbild von Jasmin
 
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Ich habe einen FIV-positiven Kater mit meiner negativen Vierertruppe über vier Jahre zusammen gehalten.
Sie haben gekuschelt, gerauft und gespielt, gemeinsam die Toilette benutzt, gemeinsam gefressen.
Leider ist unser FIV-Kater auf unserem eigenen Grundstück überfahren worden.
Es hat sich keine der anderen Katzen bei ihm angesteckt.

Da sich in eurem Fall die Kater sowieso schon kennen und offensichtlich auch mögen, würde ich den Romeo ganz einfach aufnehmen, euer Katerchen wird sich freuen wieder einen Kumpel zu haben. Das Risiko ist verschwindend gering, mir ist trotz gründlicher Recherche kein Fall bekannt geworden, bei dem sich Katzen, die miteinander friedlich im Haushalt leben, infiziert haben.

Das Risiko, daß euer Momo als Freigänger von einem unkastrierten positiven Tier gebissen wird, ist erheblich höher.

Es wäre schön, wenn der Romeo, der bestimmt nicht die besten Vermittlungsaussichten hat, bei euch ein Zuhause findet.

Liebe Grüsse
Anja
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Alt 24.07.2008, 14:49   #6 (permalink)
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Danke @ Jasmin + Fischi

Ich sehe die Lage eigentlich ganz ähnlich, bin aber immer wieder hin und hergerissen, insbesondere da mir die Sache mit Mickey immer noch sehr nahe geht.

Jetzt kurzfristig nochmal ein Tier zu verlieren wäre für mich der absolute Super-GAU.

Ich denke, wir werden uns bei einer anderen TÄ noch eine zweite Meinung einholen, sobald Romeo kräftig genug ist, damit wir ihn kastrieren lassen können. In Narkose kann man ihm dann auch besser Blut abnehmen.

So lange werden wir ihn wohl weiter auf dem Balkon logieren lassen. Er ist ja schon froh, dass er einen gemütlichen, trockenen und geschützten Platz hat, wo er schlafen und fressen kann. Zu Anfang, als er so schwach war, lag er nur vor dem Haus im Gebüsch, wie so ein Häufchen Elend.
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Alt 24.07.2008, 15:11   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lightmanager Beitrag anzeigen
Danke @ Jasmin + Fischi

Ich sehe die Lage eigentlich ganz ähnlich, bin aber immer wieder hin und hergerissen, insbesondere da mir die Sache mit Mickey immer noch sehr nahe geht.

Jetzt kurzfristig nochmal ein Tier zu verlieren wäre für mich der absolute Super-GAU.

Ich denke, wir werden uns bei einer anderen TÄ noch eine zweite Meinung einholen, sobald Romeo kräftig genug ist, damit wir ihn kastrieren lassen können. In Narkose kann man ihm dann auch besser Blut abnehmen.

So lange werden wir ihn wohl weiter auf dem Balkon logieren lassen. Er ist ja schon froh, dass er einen gemütlichen, trockenen und geschützten Platz hat, wo er schlafen und fressen kann. Zu Anfang, als er so schwach war, lag er nur vor dem Haus im Gebüsch, wie so ein Häufchen Elend.
Bei vielen Tierärzten wirst du sehr harsche Kritik ernten, wenn du ihnen das Ansinnen vorträgst, positive und negative Tiere gemeinsam zu halten.
Als ich damals unseren erbärmlich aussehenden zugelaufenen Kater zur Kastration, zur Wundversorgung und zum Blutabnehmen gebracht habe, bekam ich eine halbe Stunde später einen Anruf: "Äh, wir würden den Kater gerne einschläfern, er ist im Schnelltest FIV-positiv!"
Antwort: " Es wird , wie besprochen, für den Kater alles Menschenmögliche getan und dann hole ich ihn ab!!"
Das Ergebnis bestätigte sich beim Western-Blot-Test und ich habe mir von meinem Tierarzt Sprüche wie "Unverantwortlich, wider besseres Wissen, gefährdet die anderen Katzen........."anhören müssen, bis mir der Kragen geplatzt ist.
Nachdem ich ihm angedroht habe mir mit meinen 15 Patienten einen anderen Tierarzt zu suchen, hat er einen Tierärztekongress zum Thema FIV besucht und nachdem er dann auf dem aktuellen Stand der Forschung war, fand er alles in Ordnung wie es war und hat sich um mein Fivchen ehrlich bemüht, was allerdings selten nötig war.

Liebe Grüsse
Anja
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Alt 24.07.2008, 15:47   #8 (permalink)
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Ja, so ähnliche Aussagen haben wir von unserer TÄ auch bekommen; allerdings stand einschläfern zu keinen Zeitpunkt zur Diskussion.

Ich rette dem Tier nicht das Leben und lass es dann nach der überstandenen Vergiftung einschläfern...das wär ja wohl das Letzte.

Ich fürchte sowieso, dass wir ihn behalten müssen, denn unser hiesiger TSV zeigt nicht gerade das größte Engagement einen FIV-Kater zu vermitteln. Die Aussage lautete auf "unvermittelbar".
Aber was soll´s - er ist echt ein lieber Kerl und ich denke, er hat nach seiner schweren Zeit draußen noch ein schönes übriges Leben verdient.
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Alt 24.07.2008, 16:32   #9 (permalink)
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Zitat:
Zitat von lightmanager Beitrag anzeigen
Ja, so ähnliche Aussagen haben wir von unserer TÄ auch bekommen; allerdings stand einschläfern zu keinen Zeitpunkt zur Diskussion.

Ich rette dem Tier nicht das Leben und lass es dann nach der überstandenen Vergiftung einschläfern...das wär ja wohl das Letzte.

Ich fürchte sowieso, dass wir ihn behalten müssen, denn unser hiesiger TSV zeigt nicht gerade das größte Engagement einen FIV-Kater zu vermitteln. Die Aussage lautete auf "unvermittelbar".
Aber was soll´s - er ist echt ein lieber Kerl und ich denke, er hat nach seiner schweren Zeit draußen noch ein schönes übriges Leben verdient.
Ich finde deine Einstellung absolut bewundernswert und bin wirklich glücklich, daß es Menschen gibt, die sich auch ein Herz für die Kranken, Heimatlosen und Schwervermittelbaren bewahrt haben, denn gerade die haben Hilfe am nötigsten.
Du hast einen Riesenvorteil, du weisst, daß dein Momo und Romeo sich vertragen, das war bei mir damals nicht der Fall, deswegen habe ich sie anfänglich separiert und nur unter Aufsicht zusammengelassen, aber es war überhaupt kein Problem, unser Ötzelmann war ein sozialer Kater, der als unkastrierter Streuner wohl schon sehr jung bei Revierkämpfen infiziert wurde.

Er war so dankbar für ein warmes Zuhause, regelmässiges Futter und Steicheleinheiten und er war der lustigste und fröhlichste kleine Kerl den man sich denken konnte. Obwohl er schon ca. 5 Jahre alt war als er zu uns kam, wurde er innerhalb von kürzester Zeit sehr zutraulich und häuslich.
Ich habe meine Entscheidung nicht eine Minute bereut und würde heute alles wieder genauso machen.

Gut, daß Romeo das grosse Glück hatte, bei euch zu landen.
Ich habe hier noch einen informativen Link für dich:http://www.igbengal.ch/Download/Heal...0Virus_FIV.pdf

Liebe Grüsse
Anja

Geändert von Jasmin (24.07.2008 um 16:40 Uhr)
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Alt 25.07.2008, 12:03   #10 (permalink)
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Ich mein, was bleibt mir denn übrig? Ich kann da einfach nicht wegschauen, so wie manch andere.
Das hab ich von meiner Mutter mitbekommen; meine Eltern wohnen am Ortsrand und man sollte nicht glauben, was uns in den letzten Jahren (zum Leidwesen meines Vaters ) Katzen zugelaufen sind. Für alle haben wir schlussendlich ein Daheim gefunden.

Jetzt wollen wir mal hoffen, dass wir den Romeo soweit aufgepäppelt bekommen, aber ich bin guter Hoffnung; er frisst wie ein Scheunendrescher und hat sich mittlerweile auf unserem Balkon häuslich eingerichtet.
Wäre auch gut, wenn wir, zumindest in diesem Monat, nicht mehr zum Tierarzt müssten. Nachdem Momo gestern Abend noch ne Biene oder Wespe gefressen hatte, die ihn in die Speiseröhre gestochen hatte, durften wir noch zum Notdienst.

Ich hab unserer Tierärztin schon gesagt, sie darf jetzt bald ein Bild von uns aufhängen als "Kunden des Monats".

So langsam werd ich echt arm, ich hab nach Mickey's Unfall als Erinnerung bei einem Gitarrenbauer eine neue Gitarre in Auftrag gegeben, die in Mickey's Fellfarbe lackiert wird und eine Einlegearbeit seiner Silhouette in Abalone und Perlmutt und seinen Namen in Perlmutt bekommt.
Manch anderer würde mich, angesichts der Kosten wohl für verrückt erklären, aber das ist es mir wert. Meine Frau lässt sich noch ein Medallion mit einer Fotogravur fertigen, aber da ich nunmal keinen Schmuck trage, sondern eher Musik mache...
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