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Freigänger Für alle die Freigänger Katzen haben

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Alt 09.05.2008, 09:04   #21 (permalink)
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Hallo Heike,



wie willst Du das bei Katzen wie meinem Gartenschäfchen realisieren?

LG
Claudia
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Liebe Grüsse
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Alt 09.05.2008, 09:06   #22 (permalink)
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Zitat von mousecat Beitrag anzeigen
Mich irritiert immer etwas der Stolz der Katzenbesitzer auf ihre
doch so tollen und intelligenten Jäger, selbst meine untrainierten
Kater haben keine Probleme Vögel und Mäuse zu jagen, brauchten
sie noch nicht einmal die Anleitung ihrer Katzenmama für.
Auch der Todesbiss funktioniert wunderbar, ganz ohne Anleitung.
Stolz? Ich bin nicht stolz darauf, ich bin froh, dass er seine Beute frisst weil das immer noch das beste Futter für ihn ist, da es von der Natur für ihn vorgesehen ist. Es stimmt übrigens nicht, dass Vogelfangen den Katzen in die Wiege gelegt wird, ich habe bei all unseren Katzen im Laufe der Jahrzehnte das unterschiedlichste Jagdverhalten und ebenso unterschiedliche Erfolgsquoten gesehen. Da gibt es die Superjäger wie Plum, da gab es aber genauso doofe Schussels, die in ihrem Leben noch keine drei Mäuse erwischt haben.
Zitat:
Ich war immer der irrigen Ansicht, Katzenbesitzer wären unweigerlich
auch Tierfreunde, scheint leider nicht der Fall zu sein.
Hmm, wie definierst du denn Tierfreund? Und eine Frage als advocata diaboli : Aus was besteht denn fertiges Katzenfutter, das du kaufst?

Zitat:
Zitat von Momenta Beitrag anzeigen
Ich bin zwar schon etwas gelassener geworden, aber wenn das harmlos aussehende weiße Puschelchen mit einer flatternden Taube im Maul durch das Gebüsch streift, weiß ich, daß sie "auch nur eine Katze wie jede andere ist"
Tja ... wenn es geht, versuche ich Plum auch von seiner Jagerei abzuhalten, ich mache mich schon mal unbeliebt, wenn ich ihm Frösche abnehme oder ihn daran hindere, das Eichhörnchen zu jagen, aber ich bin mir darüber im Klaren, dass Missjöh jederzeit so etwas im Visier hat und sich nicht darum schert, was ich davon halte
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LG, Annette mit Plum

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Alt 09.05.2008, 09:08   #23 (permalink)
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Hallo Heike

Zitat:
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Kontrollierter Freigang?
gute Idee, aber ich kann das Gartenschäfchen nicht in die Wohnung holen, sie lebt ausschließlich draußen.

Nächste Frage: Wie willst Du es den Streunern, Wildlingen abgewöhnen?

LG
Claudia

Geändert von Momenta (09.05.2008 um 09:10 Uhr).
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Alt 09.05.2008, 09:21   #24 (permalink)
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Hmm, wie definierst du denn Tierfreund? Und eine Frage als advocata diaboli : Aus was besteht denn fertiges Katzenfutter, das du kaufst?


Ich definiere Tierfreund z.B. mit Mitleid. Ich könnte z.B
nicht zusehen wie einer meiner Kater stundenlang eine Maus zu Tode
spielt, da würde ich eingreifen. Genauso dürfen meine Kater durchaus
erfahren, dass ich auf derartige Geschenke keinen Wert lege
man muß die Viecher ja nicht noch unbedingt dafür loben umso mehr
schleppen sie an, sowas nennt man wohl auch Konditionierung.


Zitat:
Zitat von Momenta Beitrag anzeigen
Hallo Heike



gute Idee, aber ich kann das Gartenschäfchen nicht in die Wohnung holen, sie lebt ausschließlich draußen.

Nächste Frage: Wie willst Du es den Streunern, Wildlingen abgewöhnen?
LG
Claudia
Kastrieren, damit sie sich nicht weiter vermehren z.B.
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Alt 09.05.2008, 10:44   #25 (permalink)
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Zitat:
Zitat von mousecat Beitrag anzeigen
Ich definiere Tierfreund z.B. mit Mitleid.
Das ist ein schwieriges Thema. Und letztlich auch das Gesetz der Natur, mit dem wir alle so unsere Schwierigkeiten haben. Das Leben des einen bedeutet den Tod des anderen, ob das nun so zu verstehen ist, dass ein Raubtier verhungert, wenn es seine Beute nicht tötet um sie zu fressen oder wenn die Beute getötet wird, damit der Jäger überleben kann. Mitleid habe ich durchaus mit der Beute und genau wie du kann ich nicht zu sehen und versuche es zu verhindern, solange es noch Sinn macht.

Zitat:
Ich könnte z.B
nicht zusehen wie einer meiner Kater stundenlang eine Maus zu Tode
spielt, da würde ich eingreifen. Genauso dürfen meine Kater durchaus
erfahren, dass ich auf derartige Geschenke keinen Wert lege
man muß die Viecher ja nicht noch unbedingt dafür loben umso mehr
schleppen sie an, sowas nennt man wohl auch Konditionierung.
Ich halte diese Form der Konditionierung für eine Mähr. Die Katzen tun nichts anderes als das, was ihnen von der Natur einprogrammiert wurde. Instinkt kann man ihnen weder antrainieren noch abgewöhnen.

Für mich ist es übrigens ein Unterschied, ob ich gekauftes Fleisch/Futter verfüttere oder ob sich eine Katze selbst ernährt. Interessanterweise bist du nicht auf meine Frage eingegangen Die Kuh oder was auch immer ist im ersten Fall eine arme Sau, die kein schönes Leben hatte. Der Vogel, die Maus oder was auch immer, hatte wenigstens ein Leben in Freiheit.


Zitat:
Kastrieren, damit sie sich nicht weiter vermehren z.B.
Kastrieren ist auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss! Von Natur aus ist es vorgesehen, dass Tiere mehr Nachwuchs produzieren, von dem nur ein Teil überleben kann. Der "überflüssige" Teil fällt Räubern zum Opfer. Das ist schon ganz bewusst so eingerichtet. Jeder Eingriff von seiten des Menschen bewirkt Ungleichgewichte.
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LG, Annette mit Plum

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Alt 09.05.2008, 12:05   #26 (permalink)
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Ich war immer der irrigen Ansicht, Katzenbesitzer wären unweigerlich
auch Tierfreunde, scheint leider nicht der Fall zu sein.
Da kann man nun diskutieren, was ein Tierfreund denn wirklich ist, was ihn ausmacht.
Beispiel:
Ich finde Schlangen ganz fazinierende Tiere, aber auch wenn ich den Platz für eine artgerechte Haltung hätte würde ich keine halten.
Aus dem einfachen Grund, weil ich nicht in der Lage wäre eine Lebendfütterung durchzuführen.
Also verzichte ich.
Ich kann das Freßverhalten der Schlange nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
Wenn sie in der Natur eine Maus fängt, dann ist das das Schicksal der Maus.
Wenn ich eine Maus ins Terrarium setze bin ich selbst das Schicksal...das bringe ich nicht fertig.

Wenn Peppels eine Maus bringt, tut mir die Maus auch leid.
Aber ich respektiere dass eine Katze ein "Jäger" ist.
Es ist seine Natur und die soll zu einem artgerechten Leben dazugehören.
Ich habe bewußt aus dem Wohnungskater einen Freigänger gemacht.
Mein Mitleid wiegt weniger als der Respekt vor dem Wesen meines Katers.

Nistkästen oder Nester versuche ich katzensicher zu machen.
Mehr kann und will ich auch nicht tun.

Nein, Peppels braucht aus ernährungtechnischen Gründen die Maus nicht aber sein Instinkt sagt ihm etwas anderes.
Er ist eine Katze und Katze fangen Mäuse.

Ich finde den Respekt vor der Tierart, sehr tierfreundlich.


(Wenn im Fernsehen Jagdszenen aus Afrika gezeigt werden, tut mir das Gnu auch leid, aber es ist NATUR!!! )
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Das Traeumelein
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Alt 09.05.2008, 12:41   #27 (permalink)
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Hm..schwierig. Ich bin so jemand, der jedes "Beutetier" beweint. Tarzan ist aber zum Glück ein eher erfolgloser Jänger oder liegt samt Vögelchen um sich herum auf der Wiese.
Ich habe ihn nie für seine Beute, wenn er denn was erwischt hat, gelobt und jedes lebensfähige Tier abgenommen und wieder in die Freiheit entlassen. Schwer verletzte Tiere habe ich unter Tränen mit größter Überwindung einschläfern lassen oder selbst "erlöst". Das auch nur, wenn das Tier offensichtlich sehr schwer verletzt war.
Ich kann mich nicht daran gewöhnen, weiß aber, dass er diesen Trieb nicht unterdrücken kann. Wobei er, wie schon erwähnt, eher selten was nachhause bringt.
Mit einem aktiven Jäger würde ich wahnsinnig werden. Ganz ehrlich.
Josie und Bruno fangen alles, was sie im gesicherten Gärtchen erwischen (wenn sich was dorthin verirrt). Die beiden würden wohl reichlich bringen.
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Liebe Grüße Wibke mit
Tarzan, Josie und Bruno von der Lippeaue


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Alt 09.05.2008, 13:13   #28 (permalink)
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Hallo Heike,

Zitat:
Zitat von mousecat Beitrag anzeigen
Kastrieren, damit sie sich nicht weiter vermehren z.B.
was hat das Kastrieren mit dem Jagen von Vögeln zu tun Darum ging es doch

Mein Gartenschäfchen ist kastriert, hat nur noch die oberen Reisszähne und wenige Backenzähne und holt sich in Abständen ihre Tauben.

Einsperren geht nicht. Also?? Welche Lösung soll da gefunden werden?

LG
Claudia
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Alt 09.05.2008, 14:16   #29 (permalink)
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Zitat von Plum Beitrag anzeigen
Das ist ein schwieriges Thema. Und letztlich auch das Gesetz der Natur, mit dem wir alle so unsere Schwierigkeiten haben. Das Leben des einen bedeutet den Tod des anderen, ob das nun so zu verstehen ist, dass ein Raubtier verhungert, wenn es seine Beute nicht tötet um sie zu fressen oder wenn die Beute getötet wird, damit der Jäger überleben kann. Mitleid habe ich durchaus mit der Beute und genau wie du kann ich nicht zu sehen und versuche es zu verhindern, solange es noch Sinn macht.


Für mich ist es übrigens ein Unterschied, ob ich gekauftes Fleisch/Futter verfüttere oder ob sich eine Katze selbst ernährt. Interessanterweise bist du nicht auf meine Frage eingegangen Die Kuh oder was auch immer ist im ersten Fall eine arme Sau, die kein schönes Leben hatte. Der Vogel, die Maus oder was auch immer, hatte wenigstens ein Leben in Freiheit.


Kastrieren ist auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss! Von Natur aus ist es vorgesehen, dass Tiere mehr Nachwuchs produzieren, von dem nur ein Teil überleben kann. Der "überflüssige" Teil fällt Räubern zum Opfer. Das ist schon ganz bewusst so eingerichtet. Jeder Eingriff von seiten des Menschen bewirkt Ungleichgewichte.
@Ich hab mit dem Gesetz der Natur keine Schwierigkeiten wenn es darum
geht, dass sich Wildtiere ernähren müssen, meinetwegen auch Wildlinge
die sich ja auch meist alleine durchschlagen müssen. Aber wohlgenährte
Hauskatzen sind auf diese Beute nicht angewiesen, ist ein himmelweiter
Unterschied. Die Hauskatze gehört nicht in die Natur, nur die Wildkatze
und die tritt nun eher selten auf.

@Warum sollte ich auf die menschlichen Futtertiere eingehen?
Was in den Katzenfutterdosen steckt, ist nur der Abfall den derMensch
von den Steak-und Schnitzellieferanten übrig läßt.


Zitat:
Zitat von traeumelein Beitrag anzeigen

Mein Mitleid wiegt weniger als der Respekt vor dem Wesen meines Katers.


(Wenn im Fernsehen Jagdszenen aus Afrika gezeigt werden, tut mir das Gnu auch leid, aber es ist NATUR!!! )
@Ich habe auch Respekt vor meinen Katern, auch ohne dass sie
mir alles anbringen was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

@Da stimme ich Dir voll zu, das ist wirklich Natur, da geht es ums
Überleben, bei unseren Hausschnubbelchen aber nicht, da geht es
nur um Fun


Zitat:
Zitat von Momenta Beitrag anzeigen
Hallo Heike,



was hat das Kastrieren mit dem Jagen von Vögeln zu tun Darum ging es doch :rolleyes:

Mein Gartenschäfchen ist kastriert, hat nur noch die oberen Reisszähne und wenige Backenzähne und holt sich in Abständen ihre Tauben.

Einsperren geht nicht. Also?? Welche Lösung soll da gefunden werden?

LG
Claudia
Das Kastrieren der Wildlinge bewirkt, dass es einfach weniger Wildlinge
und damit weniger Tierelend gibt.

@Man kann Katzen durchaus daran gewöhnen nur stundenweise auf
Pirsch zu gehen, eine Bekannte handhabt das so seit Jahren, alles
eine Frage der Wollens.
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Liebe Grüsse
Heike und die Mousecats


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Alt 09.05.2008, 14:57   #30 (permalink)
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Zitat:
Aber wohlgenährte
Hauskatzen sind auf diese Beute nicht angewiesen, ist ein himmelweiter
Unterschied. Die Hauskatze gehört nicht in die Natur, nur die Wildkatze
und die tritt nun eher selten auf.
Hauskatzen werden seit Jahrtausenden vom Menschen als Mäusejäger gehalten und sie fangen eben ausser Mäuse auch andere Kleintiere.
Das Leben eines Vogels über das Leben einer Maus zu stellen, halte ich für anmaßend.
Du hast vorhin einmal erwähnt, das geballte Auftreten der Katzen wäre nicht natürlich.
Nun, das geballte Auftreten unserer Gartenvögel auch nicht. Die werden von uns gefüttert und wir schaffen in unseren Siedlungen Lebensräume für sie.
Also vor 50 Jahren noch wurde die Mehrzahl der Katzen als Mäusefänger gehalten .
Nun sind unsere Häuser besser geworden, ein Mäusefänger ist nicht mehr von Nöten und jetzt sagen wir der Katze, hör auf damit, ich will dich nur noch schmusen, gejagt wird nicht mehr, die Zeiten sind vorbei.
Ändere dich oder ich sperre dich ein.
Tut mir leid, das kann ich so nicht akzeptieren.

Zitat:
@Ich habe auch Respekt vor meinen Katern, auch ohne dass sie
mir alles anbringen was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
@Da stimme ich Dir voll zu, das ist wirklich Natur, da geht es ums
Überleben, bei unseren Hausschnubbelchen aber nicht, da geht es
nur um Fun
Nein, eben nicht um Fun, sondern um Instinkte, uralter Jagttrieb.
Nimm der Löwin in Afrika die Freiheit, serviere ihr Fleisch und erkläre ihr, dass sie nicht mehr jagen braucht - sie wird es nicht verstehen.
Ich wollte dir nicht unterstellen, dass du keinen Respekt vor deinen Katzen hast, aber ich meine , dass du sie nicht so respektierst wie sie sind, sondern wie du sie gerne hättest, weil deine Emotionen durch ihr Verhalten verletzt werden.
Aus der Sicht der Katze ist das spielen mit der Beute nicht grausam oder sinnlos,
aber für uns Menschen und so neigen wir dazu dem Tier unsere Sicht der Dinge aufzuzwingen.
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