Arnika ist ein gutes Mittel zur Behandlung von Prellungen usw. - zur äußerlichen Anwendung.
Einige der Inhaltsstoffe sollen nach neueren Studien (letzte 20 Jahre) die Blutgerinnung beeinträchtigen, das macht auch Sinn wenn man die Wirkung auf Hämatome berücksichtigt, da Hämatome aus geronnenem Blut bestehen. Wenn nichts gerinnt kann es schneller abtransportiert werden.
Ich würde es meiner Katze vor einer OP auf keinen Fall geben.
Arnika
Pflanze: Arnica montana L.
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Anwendung:
stumpfe Verletzungen, wie Prellungen, Verstauchungen, Blutergüsse
oberflächliche Venenentzündungen
rheumatische Beschwerden
Entzündungen im Mund- und Rachenraum
Insektenstiche
Arnikablüten enthalten neben ätherischem Öl und Flavonoiden Sesquiterpenlactone vom Helenalintyp, die entzündungshemmend, abschwellend und antiseptisch wirken.
Auszüge aus Arnikablüten werden äußerlich bei stumpfen Verletzungen, z.B. Prellungen, Blutergüssen und Verstauchungen, oberflächlichen Venenentzündungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, rheumatischen Beschwerden und zur Behandlung von Entzündungen nach Insektenstichen angewandt. Obwohl eine Wirksamkeit aufgrund der Inhaltsstoffe plausibel ist, gibt es keine klinischen Studien, die dies beweisen könnten.
Aufgrund der z.T. toxisch wirkenden Inhaltsstoffe muss von einer innerlichen Anwendungabgeraten werden. Insbesondere bei längerer Anwendung oder bei entsprechend sensibilisierten Personen können durch Arnika selbst Hautausschläge hervorgerufen werden (s. Hinweis).
Auszüge aus Arnika finden sich auch als Zusatz in Haarwässern, Zahncremes und anderen kosmetischen Produkten. Aufgrund des sensibilisierenden Potentials, sollten kosmetische Präparate nicht unkritisch verwendet werden.
Hinweise:
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber Arnika oder anderen Korbblütengewächsen (z.B. Kamille, Ringelblume, Schafgarbe)!
Arnikaextrakte können Allergien auslösen, die sich in einem Hautausschlag mit Juckreiz und Bläschenbildung äußert.
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!
Es ist nicht geklärt, inwieweit auch bei äußerlicher Anwendung toxische Inhaltsstoffe in den Organismus aufgenommen werden.
Nicht über längere Zeit oder in höherer Dosierung anwenden!
Bei längerer Anwendung oder bei Anwendung konzentrierter Zubereitungen (z.B. unverdünnte Tinkturen) kann es durch direkt toxisch wirkende Inhaltsstoffe (Helenalide) zu Hautausschlägen bis hin zu Geschwüren kommen.
Wenn durch die Behandlung keine Besserung eintritt oder womöglich sogar die Beschwerden verschlimmert werden, sollte die Behandlung abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden!
Zubereitungen aus Arnikablüten nur äußerlich auf intakter Haut anwenden!
Die Einnahme kann infolge örtlicher Reizwirkung am Magen-Darm-Trakt zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Die Inhaltsstoffe wirken kardiotoxisch. Eine Vergiftung ist gekennzeichnet durch Schwindel, Benommenheit, Herzklopfen, erhöhte Körpertemperatur und kann infolge eines Herz-Kreislaufversagens zum Tode führen.