Dazu hab' ich auch eine kleine Geschichte:
Dionysos, die erste Katze meines Erwachsenenlebens, war auch einige Zeit eine "Einzelkatze". Ich gebe zu, ich war bei seiner Anschaffung (er wurde mir fast aufgedrängt) nicht allzusehr auf die Katzenhaltung vorbereitet.
Unsere Nachbarn hatten damals einen großen, schon älteren Kater der bei den anderen Katzenbesitzern in meiner Umgebung den Ruf als rauflustiger Einzelgänger hatte. Als er nach Dionysos' Einzug öfter mit gesträubtem Fell um unser Haus schlich, machte ich mir Sorgen, denn Dionysos sollte Freigänger werden.
Als es dann so weit war, staunte ich nicht schlecht, als ich eines Tages beide Katzen friedlich nebeneinander sitzen sah - tatsächlich, die beiden hatten Freundschaft geschlossen. Seitdem verbrachten die beiden sehr unterschiedlichen Katzen viel Zeit miteinander. Der Nachbarkater duldete sogar, daß Dionysos aus dem selben Napf wie er aß (meine Nachbarn, die Dionysos längst auch an ihr Herz geschlossen hatten, waren fassungslos).
Leider wurde der Nachbarkater krank (Dionysos Spieltrieb nervte ihm immer öfter) und schließlich mußte er eingeschläfert werden. Für Dionysos brach eine Welt zusammen, meine Nachbarn berichteten, wie er vor ihrer Tür nach dem Kater rief.
Da ich merkte, wie Dionysos litt (und inzwischen viel über Katzen gelernt hatte) war klar, eine zweite Katze mußte her. Über Umwege erwarb ich dann die (damals) kleine Persephone - und erwartete, daß sich Dionysos freuen würde.
Aber die Zusammenführung wurde ein Drama (jedenfalls empfand ich es so, auch wenn Leute aus einem Katzenforum versicherten, alles wäre normal). Aber nach einigen schlimmen Wochen rauften die beiden sich zusammen - heute sind beide trotz grundverschiedener Persönlichkeiten ein harmonisches Paar.
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LG Ann mit Dionysos und Persephone
"Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen" (Helmut Qualtinger)
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