Ich denke mal das sie wohl mit grosser Wahrscheinlichkeit in früherer Zeit eher schlechte Erfahrungen mit gewissen Menschen gemacht hat. Wenn dann noch eine gewisse Wildheit gepaart mit einer Überdosis Selbstbewusstsein dazu kommt, kann ich mir schon vorstellen das eine Katze so etwas macht.
Meine Sternenkatze Purzel hat zwar keine Menschen angefallen, dafür aber garantiert jeden Hund der ihr über dem Weg lief. Dabei war es ihr auch völlig egal ob Rehpinscher, Dackel, Rotweiler oder deutscher Schäferhund. Da mich Purzel damals immer in den Garten begleitet hat (etwa 1 km von der Wohnung entfernt) war es natürlich klar das auch einige Hunde den Weg kreuzten. Wobei das grösste Problem die oft masslose Selbstüberschätzung der Hundehalter war. Wenn ich z.B. sagte das sie doch bitte den Hund an die Leine nehmen möchten und möglichst einen grossen Bogen um die Katze machen sollten, dann meinten fast alle darauf, das der Hund ja ganz lieb wäre und nichts tun würde. Der Hund vielleicht nicht, aber die Katze... ?

Keine 20 Sekunden später war dann meist alles zu spät.

Ein weiteres Problem waren ausserdem sehr oft kleine Kinder. Vor allen wenn sie ihr zu nahe kamen oder sie streicheln wollten, das ging bei ihr ja schon mal gar nicht. Ich kann heute noch nicht hinsehen wenn Kinder eine fremde Katze streicheln wollen.
Aber das eine Katze erwachsene Menschen angreift habe ich so auch noch nicht erlebt. Da hat dann wohl meine Schwiegermutter vielleicht doch ein klein wenig recht. Die hat nämlich panische Angst vor Katzen, was ich bisher überhaupt nicht verstehen konnte. Unnötig zu erwähnen das meine Schwiegermuter deshalb auch seit mehr als zwei Jahren auch nicht mehr zu Besuch bei uns war.