Zitat:
Zitat von Mepa
Ich glaube aber trotzdem, daß Liebe, die schmerzt, nicht gut ist.
Und ich weiß oft nicht, wie ich umgehen soll - mit meine Gefühlen.
Ich habe einfach das Gefühl, daß ich diesen Kater mehr liebe, als gut für mich ist.
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Ich möchte dir dazu einen Rat geben. Es ist etwas, was ich selber im März dieses Jahres auf unermeßlich schmerzhafte Art und Weise durch den Verlust eines solch derart geliebten Lebewesens habe lernen müssen.
Das Gefühl des Schmerzes entspringt niemals der Liebe, die man für ein Lebewesen empfindet. Der Spruch: "Liebe tut weh" stimmt einfach nicht!
Es sind die Verlustängste, die schmerzen.
Und je mehr man liebt, umso größer können diese Ängste werden.
Dessen muß man sich bewußt werden.
Man kann selber für sich herausfinden, ob es wirklich die Liebe ist, die schmerzt.
Stell dir vor, du würdest ein Grundstück größer als ein Katzenrevier haben, dass so abgesichert ist, dass keine "Katzengefahr" eindringen kann und so groß ist, dass die Katze noch nicht einmal merkt, dass es eine Absicherung gibt.
Dann hat dir noch der TA gesagt, dass deine Katzen ein "Wunderkatzen" wären und niemals krank werden könnten und mindestens genauso lange leben würden wie du.
Würdest du dann noch Schmerz empfinden? Oder würdest du nicht tagtäglich vor Freude und Glück über die Liebe zwischen euch jubeln und jauchzen?
Man darf sich da nicht irreleiten lassen von seinen Gefühlen. Denn auch du scheinst ja schon zu glauben, dass dir diese Gefühle von Liebe nicht gut tun würden.
Das kann dazu verleiten, dass man vielleicht glaubt, sich in diesem Punkt zurücknehmen zu müssen, damit man sich wieder besser fühlt .... vielleicht auch dadurch, dass man sich von dem geliebten Lebewesen etwas zurückzieht oder versucht, seine "Liebes"gefühle zu unterdrücken.
Tatsächlich ist es aber die Liebe, die man fühlt und empfängt, die einen glücklich macht.
Der Schmerz wird durch die Angst verursacht.
Und das Gefühl von Angst ist völlig überflüssig. Denn es hindert einen nur am glücklich sein.
Es bewirkt und verändert ja gar nichts. Es ist einfach nur da und hindert einen vielleicht daran, den Moment zu geniessen ...
Jede Sekunde, die du mit einem Lebewesen verbringst, welches du so sehr liebst, solltest du auskosten und geniessen.
Freue dich an dem Moment und an der Zeit, die ihr miteinander verbringen dürft.
Sage dir: "Die Angst ... also den Schmerz des Verlustes, bevor er überhaupt eingetreten ist ... ist absoluter Unfung! Die Angst hat keinen Nutzen!
Sie hindert mich nur daran, in der Gegenwart mit diesem Lebewesen glücklich zu sein und für das Gefühl dankbar zu sein, was ich durch dieses Lebewesen erleben darf."
Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte ...... Ich bereue es so sehr, dass meine Angst mich daran gehindert hat, jede einzelne Sekunde mit meinem Schwarzpfötchen zu geniessen und auch in ihrer Abwesenheit mich einfach daran zu erfreuen, dass sie lebt und dass es sie gibt.
Ich versuche es jetzt besser zu machen, bei meinen anderen Katzen.
Und es ist schon ein hartes Stück Arbeit, weil man immer wieder und jeden Tag gegen die Angst ankämpfen muss.
Aber ich sage mir auch jetzt immer: "Die Angst ist sinnlos. Denn ob ich Angst habe oder nicht ... die Angst wird niemals verhindern, dass etwas passiert ... aber sie verhindert, dass ich den Moment, den ich mit meinen geliebten Lebewesen habe, nicht auskoste."
Liebe Grüße,
Gudrun