Jeder hilft anderen Lebewesen auf seine Art, aber es hat auch seine Grenzen und die hören bei mir am eigenen Überleben auf, besonders dann wenn es aussichtslos ist.
Marion ist sozusagen selbstständig. Mal angenommen sie würde jeden mit falscher Katzenhaltung ständig ins Gewissen reden, glaubt ihr wirklich, daß sie dann noch viel Kundschaft haben wird?
Marion würde so oder so nichts erreichen, ausser ihre Arbeit gefährden, das wäre in einem solchen Fall der einzige "Erfolg".
Das da sind Leute die nicht wollen. Selbst wenn Marion anbieten würde die Kastra zu bezahlen glaubt ihr doch nicht wirklich, daß solche Leute einwilligen würden. Für die ist das Tier eine Nutzsache, ein Ding.
Das sieht man schon daran, daß ihnen die Kastra egal ist ebenso wie die befahrene Strasse.
Denen ist völlig egal was mit ihren Tieren geschieht. Die sind von ihrer Einstellung überzeugt.
Natürlich ist es eine falsche Einstellung, aber für sie ist es eine. Auch ihr habt eine Einstellung von der ihr überzeugt seid. Angenommen ihr hättet ständig von jemanden Hausbesuch und müsstet euch ständig Vorhaltungen über eure Einstellung anhören, also bei ich würde die Dame irgendwann nicht mehr rein lassen.
Das ist deren Ansicht von denen sie sich nicht abbringen lassen.
Wieviele unbelehrbare niveaulose Menschen kennt ihr? Es gibt eben solche Menschen. Das ist ebenso sicher wie es immer volle Tierheime geben wird.
Ihr könnt nicht wirklich erwarten, daß ein Mensch seine arbeit riskiert für ein völlig hoffnungsloses Unterfangen. Ihr habt selbstverständlich Recht, daß diese Situation bescheiden ist. Das man was tun sollte. Aber von Marions Standpunkt aus ist es für sie "riskant" und völlig aussichtslos.
Und wenn ich recht überlege wäre es besser der Kater würde ein neues Zuhause finden anstatt bei solch einem Gesocks zu leben. Für manche Tiere ist ein Aufenthalt in einem Tierheim evtl. besser als die momentane Haltung. Dort hat er die Hoffnung auf ein liebevolles verantwortungsbewusstes Heim und nicht eines bei dem völlig sch* egal ist was aus ihm wird.
Jedesmal wenn ich höre, daß Menschen ihre Tiere wegen Lapalien hergeben wollen finde ich das okay. Okay in dem Sinne, daß solche Leute sich eh keine Tiere halten sollten. Wer wegen der Lapalie an Weggabe denkt, der liebt sein Tier auch nicht und dem ist es egal.
Es ist bescheiden, daß die Tiere dort so behandelt werden. Aber sie erfahren in solchen Haushalten keine Liebe und bei Weitervermittlung haben sie wenigstens die Chance auf solches.
Und besser wegen einer Ausrede weitervermittelt als elend zugrunde gehen weil die tierärztliche Untersuchung "zuviel Geld kostet". Den genau das sind solche Menschen.
Geändert von sussel (20.07.2007 um 07:44 Uhr)
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